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Basilio Calafati (1800-1878)

Stammbaum Calafati

Herkunft und Jugend

Basilio Calafati erblickte am 1. Januar 1800 in Triest das Licht der Welt. Seine Eltern waren der Teppichhändler Georg Calafati (ca. 1755-1837) und dessen Ehefrau Franziska. Georg stammte aus Smyrna, das damals zu Griechenland gehörte (heutiges Izmir in der Türkei).  Der Name Basilios wurde vielfach als „Basilius“ angeführt. Auch der Familienname wurde zeitweise „Calafatti“ geschrieben. Welche Ausbildung Basilio in seiner Kindheit genoss, ist leider nicht überliefert. Auch wann sich die Familie in Wien niederließ, konnte ich nicht einwandfrei ermitteln. Eine Quelle meint zu wissen, dass Basilio schon mit 10 Jahren nach Wien kam. Die Familie Calafati gehörte der griechisch nichtunierten (orthodoxen) Kirche an. Zum Unterschied zur griechisch-unierten Kirche, ist diese Glaubensgemeinschaft eigenständig und Teil der weltweiten östlich-orthodoxen Kirche. Sie untersteht nicht dem Papst in Rom und hält an der byzantinischen Tradition und der orthodoxen Sakramentenlehre fest. Durch die zahlreichen griechischen Einwanderer gab es damals in Wien schon zwei griechisch-orthodoxe Gemeinden. Am Hafnersteig befand sich bereits die Kirche „Zum heiligen Georg“ und am Fleischmarkt die Kirche „Zur heiligen Dreifaltigkeit". 

 

Gewohnt haben die Calafatis zunächst im Haus zum heiligen Nikolaus auf der Landstraßer Hauptstraße Nr. 11. Das Haus wurde zwar 1969 abgerissen, die Statue des Heiligen wurde aber in den Nachfolgebau integriert und ist noch heute zu sehen. In welcher Sprache die Calafatis zu Hause kommunizierten, weiß ich leider nicht. Sie waren zwar griechischer Abstammung, kamen aber aus Triest. Daher werden sie vermutlich auch italienisch gesprochen haben. In Wien bildeten die Italiener damals einen nicht unbedeutenden Anteil der Bevölkerung. Italienisch war daher eine durchaus gebräuchliche Sprache in der Kaiserstadt. Einige Wiener Ausdrücke gehen noch heute auf die „italienische Zeit“ zurück, wie z.B „ein Alzerl“ (alzo = kleines Lederstück), der „Ballawatsch“ (balordaggine = Tölpelhaftigkeit) die „Bassena“ (bacino = Waschbecken), die „Frittaten“ (frittata = Omelette), ein „Fuzerl“ (futile =geringfügig), das „Gstanzl“ (stanza = Strophe), das „Mezzanin“ (mezzano = das Mittlere), die „Mischkulanz“ (mescolanza = Mischung), „püseln“ (piscolare = schlummern), „Paradeiser“ (pomo del paradiso  =Paradiesapfel), eine „Pratzn“ (braccio = Unterarm), ein „Salettl“ (saletta = kleiner Saal), „sekkieren“ (seccare = ärgern, ‚stören) oder der „Tschick“ (cicca = Zigarettenstummel).

Salamucci im Prater

Ab 1820 verdiente sich Basilio angeblich als "Salamucci" sein Geld.  "Salamuccis" oder "Salamudschis" zogen als Straßenhändler durch die Stadt und vor allem durch den Prater und die Freizeitgebiete der Wiener. Sie boten vor allem italienische Salami und Käse zum Kauf an. Um auf sich und ihre Ware aufmerksam zu machen, riefen sie: „Durri, durri, do bin i, Salamudschi“. Sie waren so etwas wie die Vorläufer der Wiener Würstelstände. Andere Quellen meinen, dass Basilio jahrelang in einem Großhandelshaus tätig gewesen sei.  

 

Basilio begeisterte sich aber auch für die Zauberkunst. Immer wieder gab er seine Taschenspielertricks zum Besten. Besonders das Becherspiel, das zu den ältesten Zauberkunststücken gehört, beherrschte er derart gut, dass er bald dafür bekannt war. Dabei wurden dem Publikum drei Becher und drei Bälle gezeigt. Dieses durfte raten unter welchem der Becher die Bälle verschwinden, erscheinen oder sich sammeln würden. Dann ließ der Zauberkünstler die kleinen Kugeln unbemerkt von Becher zu Becher wandern. Zum Schluss erschien häufig ein großer Ball oder eine Frucht unter einem der Becher. Basilio legte sich auch eine große Sammlung von Zaubergegenständen zu, mit denen er höchst interessante physikalische Experimente darbieten konnte. So kam es, dass Basilio auf diversen Veranstaltungen auftrat. Meist waren es Wohltätigkeitsveranstaltungen, in deren Dienst er sich stellte. Im August 1826 gab Basilio z.B. im Gartensalon einer reichen Witwe in Döbling seine Fingerfertigkeit für einen guten Zweck zum Besten.

Basilio Calafati tritt 1828 im Sperl auf

Ein anderes Mal sammelte er mit seiner Vorstellung Geld für die Erbauung einer Totenkammer in Baden. Es wurden damals sagenhafte 800 Gulden eingespielt Das entspricht heute etwa dem Wert von. 24.000,-- Euro. Im August 1828 wirkte er in der Nähe von Mödling bei einer Veranstaltung zugunsten eines Aushilfsfonds mit, welcher Witwen und Waisen unterstützte, deren Familienoberhaupt noch vor Erreichung des Pensionsalters gestorben war. Außerdem erging ein weiterer Anteil der Erträgnisse an das Marienspital in Baden: Bei einem seiner dargeboten physikalischen und mechanischen Kunststücken ließ er einen echten Blumenstrauß in einer Champagnerflasche verschwinden. Um ihn wieder herauszuholen, musste die Flasche zerschlagen werden. Basilio verdiente aber auch selbst Geld mit seiner Leidenschaft. So war er z.B. im Saal zum Sperl in der Leopoldstadt zu sehen. Musikalisch wurde er dabei oft von Joseph Lanner begleitet. 

 

Laut Erzählungen seiner Nachkommen ließ einmal sogar Kaiser Ferdinand I. Basilio kommen, damit er ihm etwas vorzaubere. Basilio erbat die goldene Taschenuhr des Monarchen, die er in einen Mörser steckte und solange mit dem Stößel bearbeitete, bis sie demoliert war. Dann spielte er dem Kaiser unter tausend Entschuldigungen die Komödie vor, dass ihm diesmal das Kunststück misslungen sei. Er bat um Verzeihung, welche ihm Kaiser Ferdinand auch gewährte. Überdies schenkte ihm der Monarch noch das vermeintliche Wrack der Uhr. Doch im nächsten Augenblick zog Basilio die Uhr unversehrt hervor. Der Kaiser war aber der Meinung „geschenkt, ist geschenkt“. So kam Basilio in den Besitz der goldenen Uhr des Kaisers, auf deren Deckel sich das Bild eines schwarzen Rössels befunden haben soll.  

 

Der Zauberkünstler Sebastian von Schwanenfeld stellte Basilio dann ab ca. 1830 als Assistenten ein. Schon zuvor war Basilio jahrelang als Aushilfe für den Geschäftsmann tätig gewesen. Schwanenfeld gab nicht nur magische, physikalisch-mechanische Vorstellungen im Prater, er betrieb auch ein Wachsfigurenkabinett. Dieser Schritt Basilios, hin zu einer fixen Anstellung und einem geregelten Einkommen, stand vermutlich auch im Zusammenhang mit seiner Familiengründung. 

 

Die Geschichte des Praters

Das Gebiet des Praters, das ehemals wesentlich größer war als heute, gehörte schon immer den jeweiligen Landesfürsten. Im Laufe der Jahre verkauften oder verschenkten sie allerdings Teile davon. So gab es div. neue Grundeigentümer, wie z.B. die Jesuiten, an die heute noch die Jesuitenwiese erinnert, oder die Stadt Wien. Seinen Namen hat der Wiener Prater vermutlich vom Adeligen Conrad de Prato. Ihm schenkte Kaiser Friedrich I. Barbarossa im Jahr 1162 Grundstücke zwischen der Schwechat und der Donau bei Mannswörth, die man „die Wiese“ (lateinisch „pratum“) nannte. 1403 belehnte Herzog Albrecht IV. die Gemeinde Stadlau mit drei Auen, wobei eine davon als „Pratter“ bezeichnet wurde. 

 

1537 ließ Erzherzog Ferdinand I, eine riesige Kastanienallee errichten. Sie verband sein Jagdschloss im Augarten mit dem „Wiener Wasser. Dort ließ Maximilian dann auch das „Grüne Lusthaus“ erbauen. 

Jagd im Prater

1560 erwarb der spätere Kaiser Maximilian II. einige angrenzende fremde Grundstücke und machte sie zusammen mit dem landesfürstlichen Besitz zum kaiserlichen Jagdgebiet. Das Ganze wurde umzäunt und die Öffentlichkeit ausgesperrt. 1569 entstand im Prater die „Jägerzeile“. Dies waren Wohnhäuser für die kaiserlichen Jäger. 1592 betraute Erzherzog Rudolf II. den kaiserlichen Forstknechts Hans Bengel mit der Aufgabe, Bewilligungen für den Pratereintritt zu vergeben. Laut Überlieferungen soll dieser Bedienstete ein äußerst rüpelhafter und unleidlicher Zeitgenosse gewesen sein. Daher nennt man auch heute noch Menschen bzw. Kinder mit schlechten Manieren „Bengel“.  Unter Kaiser Leopold I. erhielten spezielle Personen, wie z.B. kaiserliche Räte, Sekretäre und Hofkammerbeamte die Erlaubnis, den Prater zu nutzen. Kaiser Karl VI. gestattete dem Hochadel, den Prater jeweils im Mai zu betreten. Wobei betreten eigentlich der falsche Ausdruck ist. Sie durften nämlich nur mit der Kutsche durch den Prater fahren, aussteigen war strengstens verboten. Dazu mussten sie aber auch über eine eigene Equipage verfügen, denn Mietkutschen und Fiakern war die Einfahrt verboten. 

 

Während der Adel auf die Praterallee drängte, begnügten sich die einfachen Wiener damals mit den Grünflächen vor dem Prater. Dieses Naherholungsgebiet gehörte der Stadt Wien und trug den Namen „Stadtgut“. Dort eröffnete 1603 Michael Ainöther „das Prater Wirtshaus“. Nach und nach wurde es vergrößert und es entwickelte sich ein Vergnügungsviertel mit Kegelbahnen, Schaukeln und kleinen Bühnen. Im Marionettentheater spielte stets der „Hanswurst“ die Hauptrolle. Nach ihm wurde später der Wurstelprater benannt. 

 

Mit Erlass vom 18. April 1767 öffnete Kaiser Joseph II. ganzjährig den „Brater“ für alle Wiener. Nur der hinterste Teil des Gebiets blieb gesperrt und diente der Zucht von Hirschen. Ein Kavallerist machte den Kaiser damals aufmerksam, dass er sich jetzt bei seinen Spaziergängen unter das gemeine Volk mischen müsse. Daraufhin antwortete Josef II.: „Wenn ich stets unter meinesgleichen herumwandeln wollte, dürfte ich nur in der kaiserlichen Gruft spazieren.“ Bereits am Eröffnungstag des Praters kam es allerdings zu gröberen Ausschweifungen und die Polizei hatte alle Hände voll zu tun. Daher wurde der Prater dann abends geschlossen. Sonntags wurde er erst um 10 Uhr früh wieder geöffnet, damit niemand die morgendliche Hl. Messe versäumen sollte. 1775 entfernte man die Umzäunung und der Prater war wieder ohne Einschränkungen zugänglich. Zu jener Zeit wurde auch das Lusthaus nach Plänen von Isidore Canevale neu erbaut. Die Gegend beim Lustschloss beanspruchte die gehobene Gesellschaft Wiens für sich. Der Wurstelprater hingegen übersiedelte nach und nach vom Stadtgut in die stadtseitigen Auen. Wein- und Bierhäuser wurden gebaut, sowie Schieß- und diverse Schaubuden, Kegelbahnen, Schaukeln und vieles mehr. Zu jener Zeit pflanzte man auch die Bäume der Hauptallee. Dort errichtete man 1786 die ersten Kaffeehäuser. 

historisches Ringelspiel

Auch die ersten Ringelspiele wurden nun aufgestellt. Der Ursprung dieser Gefährte war ein Geschicklichkeitsspiel der Barockzeit. Es wurde auf Pferden im Kreis geritten und dabei versuchte man mit Lanzen Ringe, die auf Säulen aufgefädelt waren, einzusammeln. Genannt wurde dieses Vergnügen „Ringelreiten“. Die ersten Ringelspiele im Prater waren eine Nachbildung dieses Spiels. Dabei saßen hölzerne Pferde auf einer Drehscheibe und rundherum waren Ringelträger, Türkenköpfe oder andere Figuren angebracht. Bei jedem Pferd hing rechts eine Art Schwert, mit dem man die Ziele „stechen“ musste. Traf man, so wurde ein Mechanismus ausgelöst, durch welchen z.B. der Türkenkopf abfiel oder sich die Figur drehte. Da diese Schwerter bei Raufereien aber nicht selten zu Waffen umfunktioniert wurden, mussten die Stecher und Stoßfiguren schließlich 1868 entfernt werden und die Ringelspiele in ihrer ursprünglichen Form wurden verboten. 

Programm für ein Feuerwerk v. Johann Georg Stuwer

Erlebnisse der besonderen Art waren für die Wiener die großen Feuerwerke im Prater. 1771 zündete der Italiener Peter Paul Girandolini das erste Feuerwerk. 1773 wurde der aus Deutschland stammende Kunstfeuerwerker Johann Georg Stuwer (1732-1802) sein Konkurrent. Stuwers Kreationen waren beim Publikum meist beliebter. Es handelte sich dabei um aufwendige Inszenierungen, bei denen figurale Szenen in den Nachthimmel gezaubert wurden. Stuwer stellte mit den Mitteln des Feuerwerks aber sogar ganze historische Ereignisse oder Schlachten lebendig dar. Für jedes Feuerwerk gab es im Vorfeld eigene Programmhefte, in dem die einzelnen Sequenzen genau erklärt und beschrieben wurden. Nach Johann Georg Stuwer setzten sein Sohn und später sein Enkel und Urenkel die Tradition bis zum Jahr 1876 fort. Noch heute erinnert die Feuerwerkwiese an diese Zeit.

 

1838 wurde beim Praterstern der Nordbahnhof eröffnet. Die erste Dampfeisenbahnlinie der Donaumonarchie verband Wien mit den Industriegebieten in Mähren und Schlesien. Das Passagieraufkommen war derart stark, dass der Bahnhof bald zu klein war. Er wurde daher durch einen Neubau ersetzt. Dieser wurde 1865 seiner Bestimmung übergeben. Der Gründer und Hauptfinanzier des Bahnhofs war Salomon Rothschild. Dieser Bahnhof war noch bis 1918 der wichtigste Wiens. In den Kriegswirren des 2. Weltkriegs wurde das Gebäude schwer beschädigt. In den Nachkriegsjahren hatte die Verbindungslinie auch ihre Bedeutung verloren und so wurde der Bahnhof dem Verfall preisgegeben. 1965 wurde er schließlich gesprengt. 

 

Im Revolutionsjahr 1848 fanden in der heutigen Praterstraße blutige Kämpfe zwischen Revolutionären und kaiserlichen Truppen unter Feldmarschall Alfred Candidus Ferdinand zu Windischgrätz statt. Der deutsche Abgeordnete Robert Blum wurde von kaiserlichen Soldaten in der Brigittenau standrechtlich erschossen. 

 

Am 24. April 1854 feierte Kaiser Franz Joseph I. mit Elisabeth in der Augustiner-Kirche Hochzeit. Nach der Trauung fuhr das frisch vermählte Paar in einer prunkvollen Kutsche durch die Prater-Hauptallee und präsentierte sich so dem Volk. Die Menschen stand in Scharen Spalier und jubelten dem Kaiserpaar zu.  

Rotunde

Vom 1. Mai bis zum 2. November 1873 fand im Wiener Prater die 5. Weltausstellung statt. Für dieses Großevent wurde u.a. die 84 Meter hohe Rotunde erbaut. Der prächtige Kuppelbau stammte vom Architekten Carl von Hasenauer und wurde zum Wahrzeichen dieser Ausstellung. Auf dem riesigen Gelände zeigten 53.000 Aussteller ihre Leistungen. Doch die Weltausstellung verlief nicht kostendeckend, sondern brachte ein heftiges Budgetdefizit ein. Die Wiener profitierten allerdings insofern, als diverse flankierende Projekte Verbesserungen brachten, wie z.B. in der Infrastruktur und den Verkehrsanbindungen. Die Rotunde fiel 1937 einem Großbrand zum Opfer.

 

Der Prater entwickelte sich auch zu einem kulturellen Treffpunkt. Viele Kleinbühnen sorgten für Unterhaltung. Aber auch viele bekannte Musiker, wie. z.B. die Brüder Johann, Josef und Eduard Strauss, sowie Carl Michael Ziehrer spielten in den örtlichen Kaffeehäusern und bei zahlreichen Volksfesten auf. 

 

1876 wurde gegenüber vom Restaurant „Eisvogel“ ein 500jähriger Nussbaum gefällt. Dieser Baum galt als der älteste im Prater und der Legende nach soll in seinem hohlen Inneren die „Praterfee“ gehaust haben. 

 

1775 hatte sich Fürst Gallitzin links vom Eingang der Hauptallee ein Sommerhaus erbauen lassen. Dieses ging 1794 in den Besitz des Wiener Hofes über, der es bis 1891 besaß. Diesem nicht allgemein zugänglichen Teil des Praters gab man den Namen "Kaisergarten". 1891 ersteigerte eine Londoner Gesellschaft das Areal. Der „Kaisergarten“ mutierte so zum „Englischen Garten“. 1894 pachtete Gabor Steiner das Grundstück und eröffnete dort im Mai 1895 den Themenpark „Venedig in Wien“. Zahlreiche Brücken und Palazzi, sowie Gondoliere, die die Besucher in Gondeln durch die Kanäle schifften, vermittelten das Flair Venedigs. 1897 errichtete man in der Mitte des Geländes das Riesenrad. Doch das Interesse an der italienischen Stadt in Wien hatte schnell nachgelassen und so schüttete man die Kanäle zu und bot andere Ausstellungen an. 1912 musste Gabor Steiner mit seiner Gesellschaft dann allerdings Konkurs anmelden, was das endgültige Aus für die nachgebaute Lagunenstadt bedeutete. 

1938 ging der Prater in das Eigentum der Gemeinde Wien über. Im Zweiten Weltkrieg wurden große Teile des Praters durch zahlreiche Bombentreffer zerstört. Im April 1945 fiel der Wurstelprater einem Brand zum Opfer. Nach dem Krieg wurde er durch Privatinitiativen wieder aufgebaut und die verwüstete Praterlandschaft wurde durch das Stadtgartenamt wieder aufgeforstet. Das Pratermuseum gibt heute einen Überblick über die Geschichte des Praters. 

 

Calafati als Inbegriff des Praters

1834 kaufte Basilio Calafati seinem Arbeitgeber Sebastian von Schwanenfeld dessen Praterhütte Nr. 81 um 1.200 Gulden ab. Es handelte sich dabei um eine ziemlich einfache kleine Hütte, in der Basilio sein „Kunstkabinett mit Tafelkünsten und Geistererscheinungen“ eröffnete. An einer riesigen Tafel, die an einem großen Baum befestigt war, machte er die Leute auf die außerordentlichen Dinge, die sie in seinem Häuschen erwarteten, neugierig. Natürlich bediente sich Basilio wie fast alle Schausteller auch eines sogenannten Rufers. Dieser hatte die Aufgabe, die Besucher in die Attraktion zu locken. Für Basilio übernahm der Recommandeur Franz Ringelmann diese Aufgabe. Im Nebenberuf betrieb er eine Schneiderei, doch im Prater war er selbst eine Attraktion und viele Menschen kamen nur wegen ihm zu Calafati. Mit viel Schmäh und Humor zog er die Aufmerksamkeit auf sich. Dabei stand er entweder auf einer Leiter oder ritt auf einem künstlichen Esel und blies dabei die Trompete. Basilio bediente sich bei der Präsentation seiner Geistererscheinungen der Laterna Magica, indem er in den absolut verdunkelten Raum Bilder von Geistern, Skeletten und anderen schauerlichen Figuren projizierte. Die Eindrücke wurden noch mit Rauch- und Blitzeffekten und entsprechenden Geräuschen verstärkt. Basilio zeigte in seiner Hütte aber auch ausgestopfte, seltene Tiere und aufsehenerregende Automaten. Das Publikum liebte diese Art der Unterhaltung und Basilio verdiente ein kleines Vermögen damit.  In weiterer Folge übersiedelte Basilio mit seiner Familie auch in den Prater.

Ca. 1840 erwarb Basilio dann die Konzession für den Betrieb eines Ringelspiels im Prater. Aber Basilio stellte nicht irgendein Ringelspiel auf. Es war das Schönste und Originellste im ganzen Prater. Basilios beliebtes Ringelspiel bot vorerst nur Holzpferde als Gefährte an. Das ganze Spektakel spielte sich auf zwei Etagen ab. Betrieben musste es noch mit Muskelkraft werden. Eingehüllt war die Attraktion von einem schönen Zelt, das in roter und weißer Farbe dekoriert war. In der Mitte ragte eine mächtige Palme empor. Elegant gedeckte Tische in der Mitte des Zeltes bei der Palme, luden ein, sich dort eine Stärkung zu gönnen. Während die Eltern genüsslich ihr Getränk konsumierten, konnten sie dabei ihren Nachwuchs stets im Auge behalten. Wegen der großen Eleganz wurde es auch „aristokratisches Ringelspiel“ genannt. 

 

Basilio war aber stets am Puls der Zeit. Nachdem Anfang 1838 die erste dampfbetriebene Eisenbahn der Nordbahn auf der Strecke Wien - Wagram verkehrte, inspirierte ihn dies zu einem Umbau. Er beauftragte den Architekten Theodor Hoppe mit der Umgestaltung des Gebäudes. In Folge davon wurde das Karussell ab 1844 mit einer Dampfmaschine betrieben. Die hölzernen Pferde im unteren Geschoss machten zwei Lokomotiven namens „Hellas“ und „Peking“ Platz. Sie zogen die auf Schienen laufenden Eisenbahnwaggons. Im ersten Stock gab es weiterhin das traditionelle Pferderingelspiel. Zur Praterhütte Nr. 37 gehörte ab 1846 auch ein Gasthaus mit dem Namen „Zum Schwarzen Rössl“. Der Name soll auf die goldene Uhr des Kaisers zurückzuführen sein, die Basilio von Ferdinand I. bei einer Zaubervorführung geschenkt bekommen hatte. In diesem Etablissement traten zahlreiche Praterkünstler auf. Welchen Zustrom das Gasthaus hatte, zeigt eine Aufstellung von Anno dazumal, die einen Ausschank von 25 Hektoliter Bier pro Sommersonntag verzeichnet. Später eröffnete Basilio noch einen Billardsalon. Basilios Ehefrau Josepha arbeitete nicht nur im Familienbetrieb mit, sie war auch Miteigentümerin. 

 

1851 errichtete Basilio in der Nähe seines "Ringelspiels zur Eisenbahn“ ein weiteres Karussell, das eine Segelschiff-Rundfahrt darstellte. Basilio hatte einiges in die neue Attraktion investiert. Doch es zahlte sich aus. Nicht nur die Kinder erfreuten sich an dem neuen Gefährt, es lockte auch viele Erwachsene an. 

Kopf des historischen "Calafati"

1854 war das Obergeschoss von Basilios erstem Ringelspiel unrentabel geworden. Deshalb ließ Basilio dieses abtragen und den freistehenden Mast mit einer neun Meter großen Figur eines asiatischen Amtmanns verkleiden, die sich um die eigene Achse drehte. Für die Bekleidung des Chinesen wurden 80 m Brokatstoff verwendet, sein Zopf aus Rosshaar wog 17 kg. Dies erhöhte nochmals die Anziehungskraft der Attraktion. Die Figur des Chinesen hat Basilio wohl auch deshalb gewählt, weil zu jener Zeit gerade eine große Faszination für fremde Kulturen herrschte. Ab nun nannten die Wiener Basilios Attraktion nur mehr den „großen Chineser“ oder einfach „Calafati“. Fünf Jahre später pflanzte Basilio rings um seine Attraktion Kastanienbäume und legte so einen Garten an, in dem sich sein Gasthaus befand. 

Haspel im Prater

1871 zog sich Basilio aus dem Geschäft zurück und übergab es seinen beiden Söhnen Theodor und Eustach, die schon zuvor im Betrieb mitgearbeitet hatten. Nach Basilios Tod ging das Ringelspiel und das Gasthaus in den Besitz von Theodor über. Eustach führte eigene Praterbude mit einem Fahrradringelspiel. Auch Eustachs Tochter Katharina war im Prater tätig. Sie hatte Karl Adalbert Barth, den Sohn eines Praterhüttenbesitzers geheiratet. Sie begeisterten die Praterbesucher mit einer Schaukel und einer Haspel. Die Schaukeln wurden von „Hutschenschleuderern“ mithilfe von Seilen in Bewegung gesetzt. Bei Haspeln handelte es sich um senkrecht stehende Räder mit freischwebenden Sitzen. 

 

1875 passierte an einem Sonntag-Abend ein Malheur. Als ein Zug des "Ringelspiels zum großen Chineser" gerade in der Runde raste, fiel eine angezündete Petroleumlampe zu Boden. Sie zerbrach und das brennende Steinöl ließ sogleich helle Flammen emporschlagen. Zum Glück konnte das Gefährt rasch zum Stillstand gebracht werden. Man war auch in der Lage, das Feuer zu löschen noch bevor es dem großen Chineser gefährlich werden konnte. Noch am selben Abend wurde der Betrieb wieder aufgenommen. 

 

Im Prater gab es unzählige Gast- und Kaffeehäuser und alle machten ein gutes Geschäft. Am 1. Mai fand alljährlich das Praterfest statt. An diesem Tag kamen immer besonders viele Menschen in den Prater und sie konsumierten auch ordentlich. Für den 1. Mai 1890 wurden folgende Zahlen veröffentlicht: In Calafatti's Restauration „zum schwarzen Rössel" verkaufte man 1.400 Liter Bier und 150 Liter Wein. Im Restaurant „zum Walfisch" betrug der Absatz 2520 Liter Bier und 120 Liter Wein. Zum Vergleich dazu schenkte das Schweizerhaus 36.000 Liter Bier und 2.150 Liter Wein aus. Im Restaurant „zum Eisvogel“ tranken die Gäste 3.420 Liter Bier und 258 Liter Wein.

 

1922 verkaufte Theodors Witwe das Karussell zum großen Chineser samt Restaurant an Nikolai Kobelkoff. 1932 wurden das Ringelspiel und der „Große Chineser“ restauriert. Dafür wurden 80 m Brokatstoff und für den 11 m langen Zopf 17 kg Rosshaar verbraucht. Die Attraktion wechselte dann mehrfach den Besitzer. Zum Glück wurde der Calafati unter Denkmalschutz gestellt und so vor dem Abriss bewahrt. Doch am 8. April 1945 fiel er  während der Schlacht um Wien dem Krieg zum Opfer und verbrannte. 

Plakat für Ausstelung "Calafati in der Secession"

Mit dem Begriff „Calafatti“ meinte man eine Zeit lang den ganzen Wurstlprater. Daher trug die Praterausstellung der Secession im Jahr 1953 auch den Titel „ Calafatti in der Secession“. 

 

Im Jahr 1963 benannte man im Wurstelprater zu Ehren von Basilio Calafati den Calafatiplatz nach ihm. Anlässlich des Praterjubiläums 1966 entstand eine Nachbildung des großen Chinesen aus Kunststoff. Bereits im darauffolgenden Jahr wurde sie durch eine Kunststeinnachbildung ersetzt. Diese vier Meter hohe und sechs Tonnen schwere Statue stammte von der Bildhauerin Ilse Pompe-Niederführ und steht auf einem meterhohen Podest. Die Figur stand bis 2018 auf dem Riesenradplatz und wurde nach der Neugestaltung des Calafatiplatzes dorthin übersiedelt. Zur gleichen Zeit wurde auch eine Figur, die Basilio Calafati darstellt, dort hinzugefügt. Die Grundplatte gibt Aufschluss über sein Leben.

Calafatis Ringelspiel wurden auch musikalisch Denkmäler gesetzt. Otto Lachmayer schrieb die Musik zum „Lied vom Calafatti“. Bekannter dürfte heute aber das Lied „Calafati“. von Peter Cornelius sein. 

 

Die Familie Calafati

Wilhelm Calafati mit Ehefrau

Laut Angaben eines Enkels von Basilio Calafati war der Fregattenkapitän Wilhelm Calafati (1831-1901) angeblich ein Bruder Basilios. Das erscheint mir zeitlich aber doch etwas unwahrscheinlich. Ein konkretes Verwandtschaftsverhältnis konnte ich trotz intensiver Forschung leider nicht klären. Wilhelm Calafati lebte mit seiner Familie in Triest. Er diente in der österreichischen Kriegsmarine und nahm u.a. 1866 an der Seite von Wilhelm von Tegetthoff als Kommandant des Kanonenbootes „Seehund“ an der Schlacht bei Lissa teil. Für seine Verdienste wurde er danach mit dem „Militärverdienstkreuz mit der Kriegsdekoration“ und mit dem Ritterkreuz des Guadelupe-Ordens ausgezeichnet. 1868 wurde ihm die Leitung des ersten Matrosen-Depots übertragen. 1869 beurlaubte man ihn bis zum Jahresende 1870, da er als zeitlich invalide galt. 1870 schickte ihn der Kaiser dann in den Ruhestand. Wilhelm Calafati starb am 29. Juli 1901 in Triest. Dort wurde er auch unter großer Beteilung der Kriegsmarine zu Grabe getragen. 

 

Auch zum Generalkonsul in Korfu, Eustach Calafatti, soll es ein Verwandtschaftsverhältnis gegeben haben. Seine Frau Francisca geb. von Salerno, starb am 20.9. 1859 und wurde am St. Marxer Friedhof bestattet. Ihr Grabstein existiert heute noch. Ihre Tochter Marie wurde Schriftstellerin (1812-1863.) Sie veröffentlichte ihre Werke lange Zeit unter dem Pseudonym „Alexander Bergen“. Verheiratet war sie mit dem englischen Kapitän William Frederick Gordon, mit dem sie in London lebte. Nach dessen Tod kehrte sie nach Wien zurück. Hier pflegte sie mit dem Schriftsteller Moritz Gottfried Saphir eine enge Freundschaft, aus der auch eine Tochter hervorging. Marie schrieb auch fürs Theater, so u.a. auch die Posse „Eine Vorlesung bei der Hausmeisterin“. In diesem Stück werden alle Frauenrollen von Männern gespielt. So kam auch das allseits bekannte Bild von Erzherzog Ludwig Viktor von Österreich (Luzi-Wuzi) in Frauenkleidern zu Stande, als er in einer Rolle dieses Stücks auftrat. Marie starb 1863 in Triest. 

Basilio Calafati

Basilio Calafati lernte Ende der 1820er Jahre die elf Jahre jüngere Erdberger Gärtnerstochter Josepha Berndl (1811-1854) kennen und lieben. Bald war die junge Frau schwanger. Das Kind, Johanna Eleonora kam am 21. Mai 1830 als uneheliches Kind zur Welt. Mit der Hochzeit ihrer Eltern am 9. März 1831 wurde das kleine Mädchen dann legitimiert.  

 

Während Basilio der griechisch-orthodoxen Glaubensgemeinschaft angehörte, war seine Ehefrau katholisch. Es wurde vereinbart, dass ihre Mädchen wurden römisch katholisch getauft werden, während die Buben in die griechisch-orthodoxe Kirche aufgenommen werden sollten. Gewohnt haben sie auf der Landstraße. Allerdings hielt das neue Familienglück nicht lange an. Die kleine Johanna Eleonora starb im Alter von nur einem Jahr am 26. Juni 1831 an Zahnfraisen. Bei dieser Krankheit handelte es sich um Krämpfe von Säuglingen, deren Ursache Nerven- und Gehirnerkrankungen oder Rachitis waren. Bestattet wurde sie am St. Marxer Friedhof. 

 

==>> 1832 kam Sohn Georg zur Welt. Er lernte im Handel und war gerade erst 19 Jahre alt und Praktikant, als er am 11. Oktober 1851 an Auszehrung starb. Beerdigt wurde er am St.Marxer Friedhof im Familiengrab. 

 

==>> 1833 stellte sich mit Sohn Otto wieder Nachwuchs im Hause der Calafatis ein. Otto wurde später Beamter der französischen Eisenbahngesellschaft und wohnte in der Weintraubengasse 9. Mit nur 29 Jahren starb er am 19. Oktober 1862 an Lungentuberkulose. Bestattet wurde auch er im Familiengrab am St. Marxer Friedhof. 

Grab der Fam. Barth und Flor am Wiener ZF

==>> 1835 erblickte Tochter Katharina am 14. März das Licht der Welt. Sie heiratete am 9. Mai 1857 in der Pfarrkirche St. Johann Nepomuk Karl Adalbert Barth, dessen Vater wie Basilio ein Praterhüttenbesitzer (Nr. 84) war und eine Schaukel und eine Haspel betrieb. Auch Karl und Katharina führten dann ein Ringelspiel, eine Wurstel-Bühne und eine Schießstätte im Prater Nr. 80. Katharina und Karl Adalbert hatten mind. sechs Kinder (zwei Mädchen, vier Buben). Katharina starb am 24. September 1900 mit 66 Jahren im Krankenhaus in Baden an Lungentuberkulose. Ihr Leichnam wurde nach Wien überführt und sodann in der Pfarrkirche zum Hl. St. Johann Nepomuk aufgebahrt und feierlich eingesegnet. Begraben wurde sie im Familiengrab der Barths am Zentralfriedhof in der Gruppe 72B/17/10 nahe bei Tor 11. Ihr Ehemann Karl folgte ihr am 4. März 1903 nach  einem Gehirnblutschlag nach. Im Grab wurden sie wieder vereint. Die letzte Ruhestätte wurde in der Familie weitergegeben an die Familie ihrer Enkeltochter, Helene Maria Anna Kastner (1883-1973) und deren Ehemann Josef Flor (1891-1962), die ebenfalls in diesem Grab ihre letzte Ruhe fanden. 

1837 starb Basilios Vater Georg im Alter von 82 Jahren an Altersschwäche. Seine sterbliche Hülle wurde am Friedhof St Marx im Familiengrab zur letzten Ruhe gebettet.

 

==>> Am 2. April 1839 vergrößerte Franziska durch ihre Geburt den Haushalt der Calafatis. Sie heiratete am 9. Mai 1863 Theodor August Hayda (*1869). 

 

==>> Am 12. August 1841 kam im Hause Calafati wieder ein Mädchen zur Welt. Sie wurde auf die Namen Anna Maria getauft. Sie ehelichte am 15. April 1868 den Photographen Joseph Alexander Fink (*1840) und zog mit ihm nach Bratislava. Dieser Verbindung entstammten mind. fünf Kinder (zwei Mädchen, drei Buben). 

Theodor Calafati

==>> Am 10. März 1843 erblickte Sohn Theodor das Licht der Welt. Er unterstützte schon früh gemeinsam mit seinem Bruder Eustach seine Eltern im Familienbetrieb. Am 8. Feber 1873 schloss Theodor in der Pfarre St. Josef mit Maria Anna Jäger die Ehe. Das Paar lebte wie Theodors Eltern im Prater und später in der Mayergasse 14 bzw. in der Kleinen Mohrengasse 2. Nach dem Tod Basilios führten sie gemeinsam den Praterbetrieb fort. 1882 verlieh man Theodor das Bürgerrecht. Dies war seit Einführung des Heimatrechts im Jahr 1850 eine reine Auszeichnung durch die Gemeinde und hatte keinerlei Bedeutung für die Rechtsstellung des Geehrten.  

Zeitungsartikel betr. Gasthaus Theodor Calafatis

1876 sah sich Theodor mit einer schweren Anschuldigung eines Gastes konfrontiert. Dieser behauptete in einem Zeitungsartikel, dass er zwar Stammgast im "schwarzen Rössl" sei, aber über Stunden beobachtet habe, dass man es mit der Sauberkeit in diesem Lokal nicht so genau nehme. Die Gläser würden nicht gespült und Gläser mit Bierresten würden einfach aufgefüllt und so den Gästen serviert. Theodor Calafati lieferte via Zeitung eine Entgegnung. Dass der Vorwurf, die Gläser nicht gereinigt würden, nicht stimmen könne, versuchte er damit zu beweisen, dass in seiner Schank stets eine Wanne mit frischem Wasser und Eisstücken stehen würde. Auch die Qualität des Bieres wäre tadellos, dessen Reinheit und Unverfälschtheit besonders von den Stammgästen geschätzt werde. Dass man es auch damals mit dem Personal nicht immer leicht hatte, zeigt die Geschichte ihres Zahlkellners Franz Beran. Er stellte sich 1895 dem Bezirksgericht Leopoldstadt mit dem Bekenntnis, seinem Chef den Betrag von 20 Gulden (ca. € 360,-) veruntreut zu haben. Er begründete seine Tat damit, dass er mit seinem Lohn, welcher zwei Prozent seiner Tageslosung betragen hatte, nicht das Auslangen gefunden hatte. Für seine Straftat wurde er zu 14 Tage strengen Arrests verurteilt. 

 

Maria Anna war eine tüchtige Frau und packte überall mit an. Sie war auch bei den Gästen sehr beliebt. Dies zeigen auch Gratulationen zu ihrem Namenstag.   

Theodor und Maria Anna setzten mind. acht Mädchen und einen Jungen in die Welt. Ihre Töchter Waleria (1877-1878) und Margarethe (1889-1890) starben jeweils bereits im Alter von einem Jahr. Sie fanden am Zentralfriedhof im Familiengrab ihre letzte Ruhe. 

 

Der am 10. März 1880 geborene Stammhalter bekam die Namen seines Vaters und seines Großvaters und wurde Theodor Basilio Calafati (1880-1954) getauft. Er schlug eine Beamtenlaufbahn ein. 1915 wurde der Stadtbauamtsingenieur zum Oberingenieur ernannt und brachte es schließlich bis zum Oberstadtbaurat von Wien. Verheiratet war er mit Maria Jelinek (1893-1969). Gewohnt haben sie zuletzt im 4. Bezirk in der Weyringergasse 27A. Theodor Basilio engagierte sich in seiner Freizeit auch für den Österreichischen Alpenverein. Er starb am 6. August 1954 im Alter von 74 Jahren. Er wurde wie seine Frau im Grab seiner Eltern am Zentralfriedhof (17D/9/5) beerdigt. 

 

Nachdem Theodors Bruder Eustach 1881 unter Kuratel gestellt wurde, bestellte man Theodor als seinen Kurator. Theodor übernahm auch die Vormundschaft für dessen Kinder, die mit dem Tod des Vaters 1882 zu Vollwaisen wurden. Eustach Jun. war damals 3 Jahre, Carolina 2 Jahre und Otto erst ein paar Monate alt. Theodor und Maria Anna nahmen die Kinder zu sich und zogen sie gemeinsam mit ihrem Nachwuchs auf. Das war sicherlich nicht immer einfach, weder für die Kinder noch für ihre Pflegeeltern. Ein häuslicher Streit artete 1896 derart aus, dass er vor Gericht landete. Folgendes war passiert: Eustach, damals 18 Jahr alt und noch minderjährig, verlangte von seinem Onkel und Vormund Geld. Als ihm Theodor Calafati dies verweigerte, wurde Eustach frech. Sein Vormund drohte ihm deshalb Ohrfeigen an und beschimpfte ihn. Da mischte sich Eustachs kleiner Bruder Otto ein und feuerte seinen Bruder an mit „Lass dir vom Onkel nichts gefallen!“ Dies wiederum ließ die Tante eingreifen, die den 15jährigen Otto für sein Verhalten züchtigte. Dabei erlitt dieser eine leichte Verletzung am Ohr. Bei der Gerichtsverhandlung zog der Vertreter der Kinder die Klage gegen Theodor Calafati zurück, während sich Maria Anna für ihre Tat verantworten musste. Sie rechtfertigte sich damit, dass sie der Mutter der Knaben vor ihrem Tod versprochen hatte, die Kinder gut zu erziehen.

Grab der Fam. Theodor Calfatis am Wiener Zentralfriedhof

 Sie hätte sich daher veranlasst gesehen, die Frechheit Ottos ebenso zu bestrafen, wie sie es bei ihren eigenen Kindern getan hätte. Frau Calafati wurde vom Richter allerdings schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe von fünfzehn Gulden verurteilt. Vom Tatbestand der Ehrenbeleidigung wurden beide Ehegatten freigesprochen. 

 

Theodor starb am 23. März 1921 im Alter von 78 Jahren an Altersschwäche. Sein Begräbnis wurde am 26. März nach griechisch-orthodoxem Ritus zelebriert. Nach dem Tod ihres Gatten verkaufte Anna Maria 1922 das Restaurant und das Karussell an Nikolai Kobelkoff. Sie selbst starb 10 Jahre nach ihrem Ehemann am 29. August 1931 an Gefäßverkalkung. Auf ihren Wunsch hin fand ihre Beerdigung in aller Stille am Zentralfriedhof statt, wo sie im Familiengrab ihre ewige Ruhe fand. Das Grab befindet sich in der Gruppe 17D/9/5 und ist von Tor 1, Tor 2 und Tor 11 gut erreichbar. 

 

==>> Sohn Eustach (1846-1882) kam am 1. November 1846 als achtes Kind von Josepha und Basilio Calafati zur Welt. Eustach half schon früh gemeinsam mit seinem Bruder Theodor im Betrieb der Eltern mit. Schließlich betrieb er eine eigene Praterhütte mit einem Vélocipède-Karussell. Bei dieser Art des Ringelspiels nahmen die Besucher auf fahrradähnlichen Gefährten Platz und bewegten durch ihr Radeln das Karussell. Je heftiger sie in die Pedale traten, desto schneller drehte es sich. Derartige Attraktionen waren wahrscheinlich eine Reaktion auf die Begeisterung der Bevölkerung für die neu aufgekommenen Fahrräder.  

Am 22. Oktober 1873 schloss Eustach mit Amalia Elisabeth Balbina Popper (1853-1881) die Ehe. Sie war die Tochter eines Fabriksbesitzers. Bald war die junge Frau guter Hoffnung. Allerdings war dem Paar das Glück eines gesunden Kindes nicht vergönnt. Amalia gebar am 26.11.1874 einen toten Knaben. Es folgte die nächste Schwangerschaft und nur 10 Monaten nach der ersten Totgeburt, kam auch dieses heiß ersehnte Kind am 19.09.1875 tot zur Welt. Das Unglück wiederholte sich am 02.08.1876 ein drittes Mal. Doch schließlich wendete sich doch noch alles zum Guten und am 13. August 1878, knapp drei Monate nach Basilius Tod, wurde Amalia von einem gesunden Jungen entbunden. Er wurde katholisch auf die Namen Eustach Basilio Ferdinand (1878 – 1906) getauft. In den darauffolgenden Jahren kamen dann am 19. Oktober 1879 Caroline Amalia und am 7. Feber 1881 Otto Georg dazu. Doch damit endete auch das Glück der Familie. Die junge Mutter war an Lungentuberkulose erkrankt und starb nur vier Monate nach der Geburt ihres letzten Kindes am 13. Juni 1881 im Alter von erst 28 Jahren. Doch als wäre dies nicht schon schlimm genug, ging es auch Eustach bald sehr schlecht. Möglicherweise ausgelöst oder verstärkt durch den Tod seiner Frau, litt Eustach an einer psychischen Störung. Er wurde wegen "Blödsinns" unter Kuratel gestellt und ins Irrenhaus eingeliefert. Sein Bruder Theodor wurde als Kurator eingesetzt und übernahm auch die Vormundschaft für die Kinder. Am 28. September 1882 wurden die Kinder mit dem Tod Eustachs zu Vollwaisen. Der junge Mann hauchte mit nur 36 Jahren in der Irrenanstalt sein Leben aus. Als Todesursache wurde ein Gehirnödem vermerkt. Beerdigt wurde er, wie schon seine Frau ein Jahr zuvor, am Zentralfriedhof. Ihr Grab gibt es leider nicht mehr.  

Eustach Calafati Jun.

Das Leben der Kinder war wohl in den folgenden Jahren nicht immer einfach, wie die oben beschriebene Geschichte über die Klage gegen ihren Onkel und ihre Tante zeigt. Eustach Jun. folgte der Familientradition und stieg in das Pratergeschäft ein. Er führte bis 1899 ein Ringelspiel. Vielleicht war es sogar das Erbe seines Vaters. Doch Eustach war kränklich. Angeblich hielt er sich öfter in Aflenz zur Sommerfrische auf. Dort starb er am 28. Feber 1906, wie schon seine Mutter, im Alter von 28 Jahren an Tuberkulose.  

 

Was mit seinen beiden Geschwistern geschah, ließ sich leider nicht eruieren.

 

==>> Das jüngste Kind der Familie Basilio Calafatis war ihre Tochter Maria (1849-1936). Sie erblickte am 29. Dezember 1849 das Licht der Welt. Im Alter von 19 Jahren dürfte dem jungen Mädchen etwas so zugesetzt haben, dass sie beschloss, sich das Leben zu nehmen. Sie stürzte sich nahe der Rasumovsky-Brücke in selbstmörderischer Absicht ins Wasser. Die Strömung ergriff sie und trieb sie einige Meter weiter. Doch der Holzwächter Alexis Endl, der als „Wasser-Xandl“ bekannt war, bemerkte die Verzweiflungstat und rettete sie aus den Fluten. Zwei Jahre später heiratete sie am 13. November 1870 den 19 Jahre älteren Inspektor der k.k. Sicherheitswache Johann Herrmann (1830-1877). Aus dieser Verbindung gingen am 15. August 1871 ihr Sohn August Karl Herrmann und am 18. Mai 1873 ihre Tochter Gisela Ursula hervor. 

 

Johann Herrmann hatte 1851 für seine Entschlossenheit bei der Überwältigung von vier Räubern vom Kaiser das silberne Verdienstkreuz erhalten. Seine Ehe verlief weniger erfolgreich. Es scheint gröbere Probleme gegeben zu haben. Die Streitereien gipfelten schließlich in einem totalen Zerwürfnis mit der Familie Calafati. Maria ließ sich scheiden und ihr Ehemann musste die Wohnung verlassen. Dies wiederum trieb den Mann in die Trunksucht, was ihn auch den Job kostete. Einige Zeit führte er dann ein richtiges Vagabundendasein und war obdachlos. Er war ständig betrunken und erregte einige Male öffentliches Ärgernis. Im Juli 1877 nahm sein Leben dann ein tragisches Ende. Am frühen Morgen des 21. Juli 1877 betrat er einen Branntweiner in der Rotesterngasse und bestellte ein Glas Schnaps. Doch noch bevor er dasselbe zum Mund führen konnte, brach er tot zusammen. Sein Leichnam wurde zur Obduktion ins AKH gebracht, bei welcher Herzverfettung als Todesursache festgestellt wurde. 

 

Maria scheint dann nochmal geheiratet zu haben, zumindest scheint sie einige Jahre später als Maria Petr auf. Sie starb am 28.05.1936 und wurde im Grab ihrer Eltern am Zentralfriedhof begraben, wo 1945 auch ihre Tochter Gisela und 1947 ihr Schwiegersohn Adolf Kunze ihre letzte Ruhestätte fanden.

 

Basilios Tod und letzte Ruhestätte(n)

Basilio Calafati galt in seinem Umfeld als gemütlicher und herzensguter Mensch. Was Basilio auch anpackte, wurde ein Erfolg. Durch Fleiß, Energie und Unternehmergeist brachte er es zu einem beachtlichen Vermögen. Vor allem das „Chineser-Ringelspiel“ trug dazu bei, dass jedes Kind in Wien seinen Namen kannte. Aber nicht nur sein Pratergeschäft warf größere Gewinne ab. Basilio besaß auch ein Haus in der Kleinen Mohrengasse 2, deren Wohnungen er vermietete.

 

Im Jahr als Basilio sein Ringelspiel modernisierte und den "großen Chinesen aufstellen ließ, starb seine Ehefrau Josepha am 24. 12. 1854 an Gebärmutterfraisen. Sie wurde im Familiengrab am St.Marxer Friedhof beigesetzt. 

 

Basilio Calafati litt im Alter an einem Lungenödem, was sich in akuter Atemnot äußerte und sehr schmerzhaft war. Am 27. Mai 1878 starb Basilio im Alter von 78 Jahren im Prater Nr. 64. Laut Totenschaueintrag war die Todesursache Altersschwäche. Seinem letzten Wunsch entsprechend wurde er in seinem schwarzen Hochzeitsanzug in den Sarg gelegt. Zwei Tage später überführte man den Toten in die griechisch-orthodoxe Kirche zur hl. Dreifaltigkeit, wo die feierliche Einsegnung erfolgte. Anschließend fand die Beisetzung am St. Marxer Friedhof statt. Um ihn trauerten seine Kinder und Schwiegerkinder, sowie 17 Enkelkinder. Das Familiengrab befindet sich im Sektor E/Gruppe 6/172. In einem Nachruf wurde über ihn gesagt, dass er das Herz eines Wieners gehabt hätte, obwohl er keiner war. 

Nach der Eröffnung des Zentralfriedhofs 1874, war die Schließung und Auflassung der fünf kommunalen Friedhöfe geplant. Darunter war auch der St. Marxer Friedhof. Viele Wiener ließen daher damals ihre lieben Verstorbenen umbetten. Am 27. Oktober 1905 wurden auf Veranlassung von Basilius Tochter Maria Petr die Gebeine ihre Eltern, ihres Großvaters und ihrer verstorbenen Geschwister am St. Marxer Friedhof exhumiert. Laut Zeitungsbericht soll es ein Schauspiel gewesen sein, dem zahlreiche Schaubudenbesitzer und Praterleute beiwohnten. Die Gebeine der Toten wurden in einen Metallsarg gebettet, der danach verlötet wurde. Ein griechisch-orthodoxer Priester nahm eine Segnung vor.

ehrenhalber gewidmetes Grab Basilio Calafati am Wiener Zentralfriedhof

Anschließend erfolgte die Überführung mit einem sechsspännigen Gala-Leichenwagen auf den Zentralfriedhof. Dort fand nochmals eine Einsegnung statt und dann wurde der Sarg im Grab Nr. 10 der Gruppe 30C/6 bestattet. Der Bericht einer Zeitung, dass der Grabstein am St. Marxer Friedhof verwittert, windschief und halb eingesunken gewesen sei, ärgerte die Familie Calafati dermaßen, dass Theodor Calafati sich gezwungen sah, eine Entgegnung zu veröffentlichen. Darin versicherte er, dass der Exhumierung nur die engsten Familienmitglieder beigewohnt hätten und der alte Grabstein auch nicht verfallen gewesen sei. Er befände sich in gutem Zustand, zumal er bestens gepflegt und von Zeit zu Zeit auch mit Blumen geschmückt worden sei.

 

Das neue Grab am Zentralfriedhof wurde von der Gemeinde Wien „ehrenhalber“ gewidmet. Dort fanden 1936 Maria Petr, 1945 ihre Tochter Gisela und 1947 ihr Schwiegersohn Adolf Kunze ihre letzte Ruhe. 

 

Der Grabstein am St. Marxer Friedhof steht auch noch immer. 


Bildquellen:

  • Stammbaum: © Karin Kiradi
  • Basilio Calafati:  llustrirtes Wiener Extrablatt v. 2. Mai 1878, Seite 9: Anno ONB
  • Salamucci: Adolf F. Czihak (Verlag), Otto Schmidt (Fotograf), "Wiener Typen", Nr. 36: "Käs! Salamucci! (Beim Hirschen im Prater)" [Käse- und Salamiverkäufer im Prater], 1878, Wien Museum Inv.-Nr. 174462, CC0, Wienmuseum online 
  • Plakat für Basilios Auftritt beim Sperl: Wienm, Steyrerhof 1828: Wienbibliothek im Rathaus
  • Praterjagd: Johann Hieronymus Löschenkohl (Verlag), Die Jagd für König Ferdinand IV. von Sizilien im Prater beim Lusthaus am 16. Jänner 1791, 1791, Wien Museum Online Inv.-Nr. 117472, CC0
  • Ringelspiel: Johann Hieronymus Löschenkohl (Verlag), Das Ringelspiel, 1782 fraglich, Wien Museum Inv.-Nr. 48009, CC0, Wienmuseum online
  • Programm für Feuerwerk: ONB digital 
  • Rotunde: Wien, Weltausstellung 1873, Blick über den Springbrunnen auf die Rotunde mit Haupteingang, LW 71.990 - C POR MAG, ONB digital
  • Plakat "Venedig in Wien": um 1895, CC0, Wiki Commons
  • Eingang "Venedig in Wien": 1895, CC0, Wikipedia
  • Kanalszene "Venedig in Wien": Fritz Luckhardt (1833–1894),  vor dem 29. November 1894, CC0, Wikimedia Commons
  • Calafatis Ringelspiel:  Schlangenbahn und Calafati-Karussell, Ansichtskarte, um 1935, Wien Museum Inv.-Nr. 205798, CC0, Wienmuseum Online  
  • Calafatis Ringelspiel: Calafati, davor stehend Walter Peinsipp mit seiner Braut Inge Cretnik, Digitale Sammlung: Wien, Signatur/Inv-Nr. 141.222A(B) POR MAG, ONB digital
  • Zeichnung Calafatis Ringelspiel mit Chineser: ca. 1873, ONB digital
  • Pferd eines Ringelspiels: © Karin Kiradi
  • Deckblatt für Lachmayers Lied: Waldheim-Eberle, Druckerei, Verlag Hans Pichler (Verlag), "s' Chinesenringelspiel/ (LIED VOM CALAFATTI)", 1924, Wien Museum Online Inv.-Nr. 172676, CC0
  • alter Calafatikopf: Historisches Lexikon, Wienbibliothek digital
  • Haspel: ONB digital 
  • Plakat Ausstellung in der Secession: Wien : Pillerdruck, 1953: Wienbibliothek im Rathaus
  • Aufbau der neuen Calafati-Statue: CC BY-NC-ND 4.0Wiener Archivinformationssystem
  • Calafatiplatz: © Karin Kiradi
  • aktuelle Calafati-Statue: © Karin Kiradi
  • Denkmal Basilio Calafati: © Karin Kiradi
  • Wilhelm Calafati mit seiner Frau: Malovich, Giuseppe, 1823-? [FotografIn], Untersatzkarton mit Blindstempel: "Studio Fotografico della Lithgrafia G. Malovich, Triest", ONB digital
  • Parte Francisca Calafati: Die Presse v. 22. September 1859, Seite 8, Anno ONB
  • Grab Francisca Calafati St. Marx: © Karin Kiradi
  • Erzherzog Ludwig Viktor v. Österreich in der Posse "Vorlesung bei der Hausmeisterin", CC0, Wikipedia
  • Basilio Calafati: Foto aus Pratermuseum: © Karin Kiradi
  • Grab der Familie Flor am ZF: © Karin Kiradi
  • Parte Karl Barth: Illustrirtes Wiener Extrablatt v. 5. März 1903, Seite 13: Anno ONB
  • Danksagung Tod Katharina Barth: llustrirtes Wiener Extrablatt v. 28. September 1900, Seite 13: Anno ONB
  • Theodor Calafati: Illustrirtes Wiener Extrablatt v. 15. Jul. 1911, Seite 9: Oldnews  
  • Zeitungsartikel "Ein Trunk beim Calafati": llustrirtes Wiener Extrablatt v. 26. Juni 1876, Seite 6: Anno ONB
  • Hoch an Maria Calafati: Illustrirtes Wiener Extrablatt v. 15. September 1901, Seite 8: Anno ONB
  • Hoch an Maria Calafati: Illustrirtes Wiener Extrablatt v. 15. September 1907, Seite 36, Anno ONB
  • Restaurant und Ringelspiel Calafati: Illustrirtes Wiener Extrablatt v. 3. Mai 1908, Seite 20, Anno ONB
  • Grab der Fam. Theodor Calafati am ZF: © Karin Kiradi
  • Eustach Calafati Jun. : Praterhütte Nr. 64 - Schaubude - Besitzer Eustach Calafati, um 1890–1900, Wien Museum Inv.-Nr. HP 16/64/9, CC0, WIenmuseum online 
  • Parte Basilio Calafati: Illustrirtes Wiener Extrablatt v. 29. Mai 1878, Seite 7: Anno ONB
  • Grab Basilios Calafati St. Marx: Simoner, Otto, 1923–1993 [FotografIn] , 1965 IV, ONB digital
  • Grab Basilios Calafati St. Marx: © Viennatouristguide
  • Grab Basilio Calafatis ZF: © Karin Kiradi

 Quellen:

  • Prater: Geschichte Wiki Wien
  • Haus zum Hl. Nikolaus: Geschichte Wiki Wien
  • Wiener Theater-Zeitung v. 17. August 1826, Seite 3: Anno ONB
  • Der Sammler v.  13. September 1828, Seite 4: Anno ONB
  • Wiener Zeitung v. 1. Juli 1831, Seite 18: Anno ONB
  • Der Humorist v. 12. August 1844, Seite 4: Anno ONB
  • Fremden-Blatt v. 4. Mai 1851, Seite 2: Anno ONB
  • Der Wanderer v. 15. Dezember 1851, Seite 2: Anno ONB
  • Die Presse v. 21. Oktober 1862, Seite 10: Anno ONB
  • Wiener Zeitung v. 16. November 1863, Seite 4: Anno ONB
  • Fremden-Blatt v. 27. Mai 1866, Seite 9: Anno ONB
  • Neue Freie Presse v. 31. August 1866, Seite 13: Anno ONB
  • Tagesbote aus Böhmen v. 1. Sept. 1866,  Prague, Czechia, Seite 2: Oldnews
  • Die Neue Zeit: Olmüzer politische Zeitung v. 13. September 1866, Seite 4: Anno ONB
  • Der Kamerad v. 7. Jul. 1868  •  Vienna, Austria, Seite 10: Oldnews
  • Gemeinde-Zeitung: unabhängiges politisches Journal v. 12. August 1868, Seite 3: Anno ONB
  • Brünner Zeitung v. 29. Apr. 1869, Seite 1: Oldnews
  • Die Presse v. 29. April 1869, Seite 20: Anno ONB
  • llustrirtes Wiener Extrablatt v. 17. August 1875, Seite 3: Anno ONB
  • llustrirtes Wiener Extrablatt v. 30. Juni 1876, Seite 5: Anno ONB
  • Illustrirtes Wiener Extrablatt v. 3. Juli 1876, Seite 6: Anno ONB
  • Fremden-Blatt v. 21. Juli 1877, Seite 23: Anno ONB
  • Österreichisch-ungarische Cafe- und Gasthaus-Zeitung 1878, Nr. 10, Seite 5: Anno ONB
  • Illustrirtes Wiener Extrablatt v. 2. Mai 1878, Seite 10: Anno ONB
  • Neues Wiener Tagblatt v. 29. Mai 1878, Seite 4: Anno ONB
  • Neues Wiener Tagblatt v. 30. Mai 1878, Seite 4: Anno ONB
  • Wiener Zeitung v. 29. Oktober 1881, Seite 31: Anno ONB
  • Die Presse v. 29. Jul. 1882, Vienna, Austria, Seite 11: Oldnews
  • Neuigkeits-Welt-Blatt  v. 30. Juli 1882, Seite 3: Anno ONB
  • Fremden-Blatt v. 30. September 1882, Seite 26: Anno ONB
  • Neues Wiener Tagblatt v. 4. Mai 1890, Seite 4: Anno ONB
  • Neue Freie Presse v. 19. September 1896, Seiten 7-8: Anno ONB
  • Neue Freie Presse v. 30. September 1882, Seite 21: Anno ONB
  • Arbeiter Zeitung v. 22. Jun. 1895, Vienna, Austria, Seite 6: Oldnews
  • Illustrirtes Wiener Extrablatt v. 26. September 1900, Seite 5: Anno ONB
  • Neues Wiener Tagblatt v. 6. Aug. 1901, Vienna, Austria, Seite 6: Oldnews
  • Illustrirtes Wiener Extrablatt v. 10. Juli 1902, Seite 13: Anno ONB
  • Illustrirtes Wiener Extrablatt v. 29. Oktober 1905, Seite 7: Anno ONB
  • Die Zeit v. 29. Okt. 1905,  Vienna, Austria, Seite 7: Oldnews
  • Neues Wiener Tagblatt v. 31. Okt. 1905, Vienna, Austria, Seite 11: Oldnews
  • Fremden-Blatt v. 24. Nov. 1915, Vienna, Austria, Seite 10: Oldnews
  • Reichspost v. 24. Nov. 1915, Vienna, Austria, Seite 10: Oldnews
  • Die Zeit v. 16. Jun. 1919 , Vienna, Austria, Seite 4: Oldnews
  • Deutsches Volksblatt v. 26. Mrz. 1921, Vienna, Austria, Seite 5: Oldnews
  • Neues Wiener Tagblatt v. 11. September 1931, Seite 8: Anno ONB
  • Neues Wiener Journal v. 12. Sept. 1931,  Vienna, Austria, Seite 9: Oldnews
  • Illustrierte Kronen Zeitung v. 7. Mai 1944, Seite 5: Anno ONB
  • Neues Österreich v. 27. August 1954, Seite 4: Anno ONB
  • Rathauskorrespondenz v. 13.09.1963, Wienbibliothek digital
  • Rathauskorrespondenz v. 07.04.1966, Wienbibliothek digital

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Kommentare: 3
  • #1

    Harald Schwarz (Sonntag, 29 März 2026 16:40)

    Wiederum eine toll recherchierte Familiengeschichte! Da steckte wohl sehr viel Arbeit dahinter, Danke!

  • #2

    Gabriele Steindl (Sonntag, 29 März 2026 20:33)

    Danke dass du uns immer wieder mit spannenden Lebensläufen versorgst. Ich wünsche dir ein frohes Osterfest �

  • #3

    Christiane Russ (Mittwoch, 01 April 2026 19:00)

    Herzlichen Dank für die mühevollen Recherchen, die auch diesem Bericht wiederum zugrunde liegen. Jedes Mal, wenn in den E-Mails ein neuer Bericht von Ihnen eingeht, freue ich mich riesig und lese mit Spannung! Herzlichen Dank und frohe Ostern!