Die Familie von Uhl hatte in drei Generationen die Hofpoststallgerechtigkeit inne. Sie waren für die Beförderung der Post zwischen den Wiener Postämtern und von und zu den Wiener Bahnhöfen zuständig. Das Poststallamt befand sich in Simmering. Franz Tomas stammte von der mütterlichen Linie ab und war einer der reichsten Bürger Wiens. Helene von Uhl heiratete Christian Radislowitsch aus Sigless. Sie lebten in Mödling und führten eine Eisenhandlung in Wien. 1918 endete das Erbrecht der Postmeister
Johann Wilhelm Klein ließ sich 1799 in Wien nieder, wo er 1804 gemeinsam mit seiner Frau einen blinden Jungen bei sich auf nahm, um einen pädagogischen Versuch zu starten. Bis dahin galten Blinde als völlig nutz- und hilflos. Klein begründete die erste Blindenschule im deutschsprachigen Raum. Er entwickelte auch eine eigene Schrift, die Blinden das Lesen ermöglichte. Er gilt heute als der "Vater der Blinden".
Peter Sanetty war ein Nadlermeister, der es mit seinem Beruf zu Wohlstand brachte. Als Kind verbrachte er einige Zeit im Waisenhaus. Selbst kinderlos, stiftete er gemeinsam mit seiner Frau Karoline ein Waisenhaus für Knaben. Nach seinem Tod finanzierte Karoline auch noch ein Waisenhaus für Mädchen. Auch sie stammte auch schwierigen Verhältnissen und war Halbwaise.
Die Brüder Michael und Alois Winkler waren ursprünglich Schildermaler aus Mähren. Sie ließen sich in Wien nieder und konzipierten u.a. die neue Hausnummerierung für Wien. Ihre Fabriken produzierten die dafür erforderlichen Straßen- und Hausnummerntafeln. Im Großen und Ganzen wird heute noch das Winkler'sche System angewendet.
Mozart liegt zwar nicht am Zentralfriedhof begraben, aber ein Denkmal ihm zu Ehren erinnert an ihn. Um seinen Tod vor 230 Jahren und seine echte Grabstelle ranken sich wilde Geschichten.
Hintergrundinformationen über die Notwendigkeit der Errichtung des Zentralfriedes, sowie Gepflogenheiten der Bestattung in der Zeit davor. Entwicklung des Friedhofes vom abgelehnten Gottesacker bis zum beliebten Naherholungsgebiet.