Ehrengräber

Basilio Calafati (1800-1878)
Ehrengräber · 26. Februar 2026
Basilio Calafati (1800-1878) war ein Zauberkünstler, Praterbuden- und Gasthausbesitzer im Wiener Prater. Sein Ringelspiel mit einem riesigen "Chineser" wurde zum Inbegriff für den Wurstlprater. Sein Sohn Theodor führte den Familienbetrieb weiter, bis ihn seine Witwe verkaufte. Noch heute erinnern eine "Calafati-Statue" und eine überlebensgroße Figur von Basilio Calafati an den geschäftstüchtigen Mann.

Johann Wilhelm Klein (1765-1848)
Ehrengräber · 23. Dezember 2025
Johann Wilhelm Klein ließ sich 1799 in Wien nieder, wo er 1804 gemeinsam mit seiner Frau einen blinden Jungen bei sich auf nahm, um einen pädagogischen Versuch zu starten. Bis dahin galten Blinde als völlig nutz- und hilflos. Klein begründete die erste Blindenschule im deutschsprachigen Raum. Er entwickelte auch eine eigene Schrift, die Blinden das Lesen ermöglichte. Er gilt heute als der "Vater der Blinden".

Karoline und Peter Sanetty
Ehrengräber · 29. März 2025
Peter Sanetty war ein Nadlermeister, der es mit seinem Beruf zu Wohlstand brachte. Als Kind verbrachte er einige Zeit im Waisenhaus. Selbst kinderlos, stiftete er gemeinsam mit seiner Frau Karoline ein Waisenhaus für Knaben. Nach seinem Tod finanzierte Karoline auch noch ein Waisenhaus für Mädchen. Auch sie stammte auch schwierigen Verhältnissen und war Halbwaise.

Heinrich v. Angeli (1840-1925)
Ehrengräber · 25. Januar 2025
Heinrich von Angeli war einer der bedeutendsten Porträtmaler Österreichs. Bereits als 13jähriger bewies er ein außerordentliches Talent. Zuerst versuchte er sich als Historienmaler, ging dann aber zum Porträtmalen über. Er wurde "Fürstenmaler" oder "Maler Europas" genannt, weil er alle porträtiert hatte, die Rang und Namen hatten.

Dr. Karl Goldmark (1830-1915)
Ehrengräber · 26. Oktober 2024
Karl Goldmark stammte aus einfachen Verhältnissen einer kinderreichen jüdischen Familie. Seine Kindheit verbrachte er in Deutschkreutz, landete über einige Umwege aber in Wien, wo er es zu einem populären Komponisten brachte. Sein bekanntestes Werk ist "die Königin von Saba". Er starb am 2.1.1915 und ruht am jüdischen Teil des Wr. Zentralfriedhofs in einem Ehrengrab.

Wilhelm August Jurek
Ehrengräber · 13. August 2024
Wilhelm August Jurek diente bei den Deutschmeistern. Er war dann Beamter und nebenbei komponierte er. Sein bekanntestes Werk ist der Deutschmeister-Regiments-Marsch, dessen Entstehungsgeschichte mehrfach verfilmt wurde. Im Ruhestand widmete sich Jurek ganz der Musik. Er ruht in einem ehrenhalber gewidmenten Grab am Wr. Zentralfriedhof.

13 Lawinenopfer am Sonnblick - 21.03.1928
Ehrengräber · 20. März 2024
Im März 1928 kam es am Sonnblick zu einem Lawinenunglück, bei dem 13 Wiener Sportler starben. 4 konnten sich aus eigener Kraft retten. Die Toten wurden am Wiener Zentralfriedhof in ehrenhalber gewidmeten Gräbern beerdigt.

Johann Kremenezky (1848-1934)
Ehrengräber · 01. März 2024
Johann Kremenezky war ein bedeutender Elektroingenieurs, der bei der Einführung des elektrischen Lichts in Österreich-Ungarn eine große Rolle spielte. Er gründete die erste Glühlampenfabrik der Monarchie. Er war im In-und Ausland bekannt und hatte in vielen Ländern Zweigunternehmen. Weiters war er ein früher Zionist und enger Mitarbeiter und Freund von Theodor Herzl.

Florian Berndl (1856-1934)
Ehrengräber · 02. September 2023
Florian Berndl war ein Naturliebhaber, Masseur, Pedikeur und selbsternannter Naturheilkundler. Er entdeckte das "Gänsehäufel" als Naturparadies mitten in Wien. Doch bald vertrieb man ihn von dort und die Gemeinde Wien eröffnete ein städtisches Strandbad. Auch die Schrebergärten in Neu-Brasilien gehen auf Florian Berndl zurück. Im Alter lebte er auf seiner "Berndl-Alm" am Bisamberg.

Ludwig Bösendorfer (1835-1919)
Ehrengräber · 06. August 2023
Ludwig Bösedorfer führte die Klaviermacherfabrik seines Vaters fort. Er baute Instrumente, deren Körper, aber auch Klang von höchster Qualität waren. Bald galt Bösendorfer als der beste Klavierbauer - nicht nur in Österreich. Der Bösendorfer-Saal in der Herrengasse galt als DER Konzertsaal in Wien. Bösendorfer starb kinderlos und verkaufte seine Fabrik schließlich. Sein Grab am Zentralfriedhof wurde ehrenhalber gewidmet.

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